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Prostatakrebszentrum Bonn/Rhein-Sieg

Sichere Diagnose durch Gewebeprobe: Biopsie bei Verdacht auf Prostatakrebs

Besteht nach Tastuntersuchung und PSA-Test der Verdacht auf eine Krebserkrankung der Prostata, werden bei einem ambulanten Eingriff Gewebeproben aus der Drüse entnommen und von einem pathologischen Labor untersucht.

Die Befunde dieser Gewebeuntersuchungen sagen aus, ob eine Tumorerkrankung vorliegt und wenn, welches Wachstumsverhalten der Tumor hat. Die Biopsie ist die einzige Untersuchung, die die Diagnose sichert.

Der Eingriff wird ambulant durchgeführt. Über einen Ultraschallkopf, der über den Enddarm eingeführt wird, kann der Arzt die Stellen der Gewebeentnahme exakt bestimmen. Bei einer Standard-Biopsie werden insgesamt 10 bis 12 Einzelproben aus verschiedenen Bereichen der Prostata entnommen, ggf. auch Gewebeproben aus im Ultraschall verdächtig erscheinenden Bezirken. Wenn mehr als die genannte Zahl an Gewebeproben entnommen werden soll, empfiehlt es sich unseres Erachtens, den Eingriff in einer kurzen Narkose vornehmen zu lassen.

Diese Gewebeproben werden im Anschluss von einem Pathologen untersucht. Bis die Befunde vorliegen, können einige Tage vergehen. Der Pathologe untersucht die entnommenen Proben mikroskopisch und eventuell molekularbiologisch. Neben der Sicherstellung, ob ein Tumor vorliegt oder nicht, gibt diese Untersuchung weiteren Aufschluss: Liegt ein Tumor vor, wird dieser nach einem standardisierten System durch den Pathologen auf seine Wachstumseigenschaften bewertet. Vereinfacht dargestellt, wird dabei unterschieden, ob der Tumor normal, also relativ langsam wächst oder ob es sich möglicherweise um einen agressiveren Tumor handelt. Dieses sogenannte Grading hilft Ihrem Behandlungsteam, die Therapie für Sie optimal zu planen.