Navigation
Prostatakrebszentrum Bonn/Rhein-Sieg

Entfernung der Prostata: Radikale Prostatektomie

Bei der operativen Therapie bei Prostatakrebs wird die gesamte Drüse entfernt. Diese Operation bringt in den meisten Fällen die Heilung von der Krebserkrankung.

Bei der Operation wird die Prostata zusammen mit den Samenblasen, Teilen der Samenleiter und den angrenzenden Lymphknoten entfernt. Dafür muss auch die Harnröhre durchgetrennt und anschließend wieder mit der Harnblase verbunden werden.

Von den verschiedenen Operationsverfahren wenden wir das seit Jahren bewährte Verfahren über einen Unterbauchschnitt an. Grundsätzlich gibt es verschiedene Operationsverfahren: Der Zugang kann über einen Unterbauchschnitt oder über einen Dammschnitt erfolgen. In einigen Fällen kann der Eingriff auch mit der so genannten "Schlüsselloch-Chirurgie" vorgenommen werden, bei der mehrere kleinere Schnitte den Zugang bieten. Alle Verfahren verfügen über gewisse Vor- und Nachteile, über die Sie vor einem in Frage kommenden Eingriff informiert werden. Das Ziel einer Prostatektomie ist immer die Heilung der Erkrankung durch die vollständige Entfernung des Tumorgewebes. Vor allem in frühen Stadien ist dieses Verfahren besonders erfolgsversprechend. Durch die zusätzliche Entfernung von regionalen Lymphknoten kann außerdem Aufschluss über die Ausbreitung des Tumors gewonnen werden. Nebenwirkungen des Eingriffs können mit nervschonenden Operationsverfahren verringert werden, so dass die Potenz und Kontinenz nach der Operation so wenig wie möglich beeinträchtigt sind. Über die Risiken, Möglichkeiten und Auswirkungen werden Sie vor dem Eingriff ausführlich informiert und aufgeklärt.